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20.04.2016 | Anca Specht
Einsam im Alter?
"Vereinsamung zu evaluieren ist sehr schwierig",
sagte Gottfried Ludewig, MdA. Wichtig sei daher, Netzwerke zu bieten, die das erkennen und dann einschreiten können. Problematisch sei, dass Betroffene nicht gerne über das Thema redeten.

Depression und Einsamkeit hingen nicht...

zwangsläufig zusammen, meint Ludewig. Präventive Maßnahmen durch die Krankenkassen seien aber begrüßenswert, damit aus Einsamkeit keine Depression wird.

"Bloß weil man über 65 ist, heisst das nicht, dass man nichts mehr kann", sagt Frau Hankewitz vom Sozialwerk in Bezug auf ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter. Die älteste sei 92 Jahre alt. Das Sozialwerk betreut u.a. ältere Menschen, aber bietet auch generationenübergreifend Aktivitäten an. Ob Basteln, Handarbeit, Yoga oder Gedächtnistraining - damit werden viele Menschen angesprochen, an den Veranstaltungen in den Häusern teilzunehmen. "Komm doch mal mit", sei dabei der effektivste Weg, Nachbarn oder Bekannte anzusprechen, die dann zu den Gruppen stoßen. Besonders am Wochenende sei der Bedarf groß. Die Menschen sollen sich nicht einsam fühlen, sagt Hankewitz.

Frau Schilling von "Silbernetz" sah den Bedarf an Kontakt von alten Menschen. Sie will eine 24-Std-Hotline, die die Möglichkeit gibt, mit anderen Menschen zu sprechen. Darüber könnten auch "Silbernetz-Freunde" gefunden werden, also Personen, die einmal wöchtlichen für eine Stunde anrufen, eine Art Telefonfreundschaft. Problem bisher: die Finanzierung. Seit zwei Jahren arbeitet Schilling daran, verhandelt mit Kommunen und Krankenkassen. Aufgeben ist für sie keine Option.

Aufschlussreiche Diskussionsrunde! Danke allen fürs Teilnehmen!